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Französische Präsidentschaftswahlen: Sicherheit im Mittelpunkt der Debatte

 

Nach dem Massaker in Toulouse ist das Thema Sicherheit im aktuellen französischen Präsidentschaftswahlkampf in den Mittelpunkt gerückt. Die Franzosen erwarten daher von den Kandidaten ein entsprechendes Engagement, bewahren aber einen kühlen Kopf.

Die Politiker nehmen das Thema zwar ernst, nutzen die tragischen Umstände aber nicht aus, um ihr politisches Kapital zu „vermehren“. Ein IFOP-Analyst meint: „Wirtschaftliche und soziale Themen, die den Wahlkampf dominierten, bevor Mohamed Merah am Montag das Feuer auf eine jüdische Schule eröffnete, werden wahrscheinlich schnell wieder in den Vordergrund rücken.“

 

Laut der jüngsten Umfrage des Marktforschungsinstituts BVA konnte Nicolas Sarkozy in der zweiten Runde zwei Prozentpunkte hinzugewinnen, während François Hollande seinen Vorsprung von acht Prozentpunkten verteidigte. Auch hier konnte der Präsidentschaftskandidat zwei Prozentpunkte zulegen. Gaël Sliman, CEO des Marktforschungsinstituts BVA, erklärte, die Franzosen hätten unter diesen Umständen einen kühlen Kopf bewahrt.

Offensichtlich steht das Thema Sicherheit weiterhin im Mittelpunkt der Debatte. Die Präsidentenpartei wirft dem sozialistischen Lager vor, die potenzielle Gefahr des Fundamentalismus in Frankreich zu leugnen, indem sie sich den von der Regierung vorgeschlagenen Gesetzesmaßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung widersetzt. Die Sozialisten ihrerseits weisen auf die Mängel der Geheimdienste bei der Verfolgung der Dschihadisten hin.


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