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Republikanische Vorwahlen: Ein Rennen für Millionen?

Die Vorwahlen der Republikaner in den USA entfachen einen regelrechten Wettlauf um großzügige Spenden. Kandidat Mitt Romney erhielt 6,6 Millionen Dollar für seine Partei, Rick Santorum 2,1 Millionen und Newt Gingrich 11 Millionen Dollar. Diese beeindruckenden Summen, die von Unterstützungskomitees (Super Political Action Committees, PACs) gesammelt werden, belaufen sich in diesem Jahr bisher auf 131 Millionen Dollar, verglichen mit 66 Millionen Dollar im Jahr 2010.

Zwar ist jedem Kandidaten ein oder mehrere dieser Komitees angeschlossen, doch darf der Kandidat diese Gelder nicht direkt erhalten. Ein anderes Komitee, das zur Unterstützung des Kandidaten Mitt Romney gegründet wurde, sammelte 36 Millionen Dollar; ebenso Newt Gingrich, der ebenfalls von einem sehr aktiven Komitee namens „Winning our Future“ unterstützt wird, und Rick Santorum mit dem Komitee „Red, White and Blue“.

Offiziell sollen diese Komitees unabhängig von den Parteien und Kandidaten agieren, die sie unterstützen. Doch es ist offensichtlich, dass die republikanischen Vorwahlen zunehmend von Super-PACs abhängig werden. Dieses Phänomen beunruhigt Präsidentschaftskandidat Barack Obama, der diese Komitees vor zwei Jahren als «Bedrohung für die Demokraten und die Demokratie» bezeichnete. «Er wird jedoch keine andere Wahl haben, als sich an dieselben Regeln zu halten», erklärte Obamas Wahlkampfmanager Jim Messina. Da die Republikaner über nahezu unbegrenzte finanzielle Mittel verfügen, können die Demokraten unter diesen Umständen «nicht einfach nachgeben», fügte Messina hinzu.

Hoffen wir zum Wohle der Amerikaner, dass der Ausgang dieses Wahlkampfes von anderen Argumenten abhängt als von der Höhe der gesammelten Greenbacks.


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