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Wahlen in Frankreich: Europäische Konservative lehnen Treffen mit Hollande ab

 

Heute Morgen berichtete der Spiegel, dass dem französischen sozialistischen Präsidentschaftskandidaten François Hollande ein Treffen mit den Staatschefs Italiens, Deutschlands, Spaniens und Großbritanniens (allesamt Konservative) verweigert wurde. Hauptgrund dafür sei seine Aussage, er wolle im Falle seiner Wahl den Fiskalpakt neu verhandeln.

Das deutsche Magazin erklärt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel, der italienische Ministerpräsident Mario Monti und der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy gemeinsam beschlossen hätten, Herrn Hollande vor den für den 22. April angesetzten französischen Präsidentschaftswahlen nicht zu empfangen. Kurz darauf schloss sich ihnen der britische Premierminister David Cameron an.

 

Laut dem Spiegel sind die Konservativen, insbesondere ihre Parteiführer, „empört“ über die Absicht des sozialistischen Kandidaten, den (am Freitag unterzeichneten) Pakt neu zu verhandeln, während sie ihn für einen zentralen Teil der Rettung der Eurozone halten.

 

Offensichtlich halten die Anhänger von François Hollande, insbesondere sein Wahlkampfleiter Pierre Moscovici, diesen „konservativen Druck für beispiellos in der Geschichte Europas … und für völlig bedauerlich und beunruhigend.“

 

 

Berlin dementiert diese Nachricht

Darüber hinaus dementierte Berlin Berichten zufolge kurz darauf, dass die konservativen europäischen Staats- und Regierungschefs vereinbart hätten, sich nicht mit Hollande zu treffen. Jedenfalls wurde seitdem kein Treffen zwischen ihm und Frau Merkel mehr anberaumt.

Erinnern wir uns daran, dass Angela Merkel Anfang dieses Monats bei einer deutsch-französischen Kabinettssitzung in Paris einem anderen Kandidaten, Nicolas Sarkozy, ihre Unterstützung zugesagt hatte. Sie hatte erklärt: „Ich unterstütze Nicolas Sarkozy auf allen Ebenen, weil wir befreundeten Parteien angehören“, und dann daran erinnert, dass Sarkozy ihr 2009 zu Hilfe gekommen war, „vor den Parlamentswahlen, die seine Wiederernennung zum deutschen Regierungschef ermöglichten“.

 

 Eine weitere Unterstützung für den Präsidentschaftskandidaten

Auch David Cameron gratulierte Sarkozy beim letzten französisch-britischen Gipfeltreffen zu seinem Erfolg. Cameron sagte: „Ich habe das Glück, meinem Freund Sarkozy viel Glück für den bevorstehenden Kampf wünschen zu können.“

 

In jedem Fall werden die Stimmen des französischen Volkes darüber entscheiden, was als nächstes passiert.


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