Wirtschaft: Tausenden Mitarbeitern bei Großbanken droht Entlassung
Der Trend geht zum Personalabbau in den Banken. Die Staatsschuldenkrise, sinkende Margen im Vermögensmanagement und der Börsenrückgang haben sich letztlich negativ auf die beiden Schweizer Grossbanken ausgewirkt. So sollen beispielsweise bei der UBS 5000 Stellen gefährdet sein, bei der Credit Suisse rund 1000.
Zwei Wochen vor der Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal will die UBS Berichten zufolge ihre Betriebskosten um eine Milliarde Franken senken. Das entspräche 41 TP3 Billionen Franken der Gesamtausgaben der Bank. Auch die Credit Suisse erwägt eine Kostensenkung von 51 TP3 Billionen Franken, also 1,2 Milliarden Franken.
Die Dow-Jones-Agentur nannte in einer Pressemitteilung sogar die Zahl von 1500 Stellen, die bei der Credit Suisse bereits abgebaut wurden: 500 im Wealth Management und 600 im Investment Banking. Ende Juni kündigte die UBS den Abbau von 500 IT-Jobs an.
Teure Banker
Gemäss Berechnungen des Finanzportals Finews kostete ein Investmentbanker bei der UBS im Jahr 2010 durchschnittlich rund 400'000 Franken, verglichen mit 177'000 Franken für einen Mitarbeiter im Wealth Management und Swiss Banking, einer immerhin profitableren Sparte. Dieselbe Lücke ist bei der Credit Suisse zu beobachten: Dort kostete ein Investmentbanker im vergangenen Jahr 388'000 Franken – doppelt so viel wie ein Mitarbeiter im Bereich Private Banking.
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