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Stärkstes Erdbeben seit 140 Jahren erschüttert Japan

Am frühen Morgen löste ein Erdbeben der Stärke 8,9 einen etwa zehn Meter hohen Tsunami aus, der über den Nordosten Japans hinwegfegte. Es handelt sich vermutlich um das stärkste Erdbeben auf dem Archipel seit 140 Jahren und um eines der größten dieses Jahrhunderts.

In Japan wurden bislang über hundert Todesopfer registriert, doch die Zahl der Todesopfer dürfte noch deutlich steigen. Stündlich steigt die Zahl. Amateurvideos überschwemmen das Internet, und im Microblogging-Netzwerk kursieren Namenslisten, wie die von @eriiiic, die Nachrichten von Franzosen enthält, die derzeit in Japan leben (@eriiiic/french-in-japan).

Die Japaner, von denen viele ohne Telefon und Strom sind, kommunizieren nun über Twister und verschicken in Tokio 1.200 Tweets pro Minute. Tatsächlich sind Festnetz- und Mobilfunknetze auch mehrere Stunden nach dem Erdbeben noch stark gestört. Smartphone-Nutzer können sofort und von überall aus kommunizieren.

Andere Ziele

Experten gehen davon aus, dass die vom Tsunami verursachten Wellen auch viele andere Gebiete im Pazifik treffen könnten. Hawaii wurde bereits von starken Wellen getroffen, die aber vermutlich keine Schäden verursacht haben. Französisch-Polynesien und die Marquesas-Inseln werden voraussichtlich im weiteren Verlauf des Tages ebenfalls von dem Erdbeben betroffen sein.

Für Teile der kalifornischen Küste, Teile Alaskas, den Bundesstaat Washington und die kanadische Provinz British Columbia wurde eine Vorsichtswarnung herausgegeben.

Überall im Pazifischen Ozean bereiten sich mehrere Länder auf mögliche Auswirkungen vor. Ecuador beispielsweise hat eine Katastrophenwarnung herausgegeben und die Evakuierung der Küstengebiete angeordnet.

www.nouvelobs.com


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