Unwetter zwingt die Stadt Bern, am Aareufer den Alarmzustand auszurufen
Unwetter zwingt die Stadt Bern, am Aareufer den Alarmzustand auszurufen
Feuerwehr und Polizei hatten am Wochenende alle Hände voll zu tun. Insbesondere in den Kantonen Bern und Luzern wurden sie wegen Hochwasser und Erdrutschen mehrfach ausrücken müssen.
In Bern wurde gestern sogar der Alarmzustand am Aareufer ausgerufen.
An der Messstation Schönau in der Bundesstadt überschritt der Fluss 374 Kubikmeter pro Sekunde. Dieser Wert liegt neun Einheiten über dem kritischen Niveau. Die Behörden mobilisierten am Samstag kurz nach Mitternacht Feuerwehr und einige Einsatzkräfte des Zivilschutzes.
Die Einwohner der Hauptstadt wurden zudem per SMS gewarnt, etwaige Überschwemmungen oder Überflutungen zu melden. Sie wurden außerdem gebeten, gefährdete Gegenstände an einen sicheren Ort zu bringen.
An den besonders gefährdeten Stellen wurden Sandsäcke, Balken und Rohre platziert. Trotzdem kam es im Altenberger Stadtteil zu Überschwemmungen an Teilen der Ufer.
Auch im Kanton Bern wurde die Hauptstrasse zwischen Interlaken und Spiez am Samstag kurz vor 23 Uhr durch einen Erdrutsch gesperrt, konnte aber am Sonntag wieder für den Verkehr freigegeben werden. Wenige Kilometer entfernt kam es auch in Goldiwil bei Thun und in Langnau zu Erdrutschen.
Explosion der Statistiken
Der stundenlang unterbrochene Bahnverkehr auf der Brüniglinie konnte am Sonntagnachmittag wieder aufgenommen werden. Die Strecke war zwischen Kaiserstuhl und Giswil durch einen Erdrutsch unterbrochen worden.
Auch das Luzerner Land erlebte eine stürmische Nacht: Im Napfgebiet fielen laut MeteoSchweiz über Nacht 55 Liter Regen pro Quadratmeter.
Nach drei Tagen mit starkem Regen haben einige Regionen in diesem Juli bereits doppelt so viel Regen abbekommen wie normalerweise, wie etwa Interlaken mit 287 Litern statt 128 Litern. Das Napfgebiet erhielt 283 Liter, verglichen mit 170 Litern in einem normalen Juli. (ats/ap)
Wie in England können wir uns mit den Niederschlagsrekorden die Frage nach dem globalen Klimawandel und den möglichen Folgen stellen.
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