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Diebstähle in SFF-Zügen

Schweizer Taschendieb

Seit einem Jahr nehmen organisierte Diebstähle an Bahnhöfen oder in Zügen der SBB zu, und der beste Weg, Taschendiebe und andere organisierte Banden, die auf Diebstahl und Betrug basieren, abzuschrecken, besteht darin, ihre Methoden zu teilen, um die Bürger aufmerksamer und weniger naiv zu machen.

Zeugenaussagen zu ihren Methoden:

LDas Prinzip ist ganz einfach: Normalerweise sind es mindestens zwei. Der erste hat die Aufgabe, das/die zukünftige(n) Opfer des Diebstahls abzulenken, während der zweite in die Tasche greift oder sie berührt.

Aussagen aus zuverlässiger Quelle und offiziell der Polizei mitgeteilt

Im August 2008 am Bahnhof des Flughafens Genf

Eine Familie, die müde, aber glücklich aus dem Indonesienurlaub zurückkehrte, bestieg am Nachmittag den Zug nach Neuchâtel/Biel. Zwei Familienmitglieder saßen bereits im Zug, während die anderen beiden die Einkaufswagen zurückbrachten. Plötzlich klopfte ein Mann mit dem Handy am Ohr ans Waggonfenster und telefonierte dabei ununterbrochen. Es dauerte nicht lange, bis der Komplize der Frau die Handtasche entriss, in der sich nicht nur ihr Portemonnaie, sondern vor allem ein Souvenir (eine Perlenkette etc.) aus Indonesien befand – ein Geschenk ihrer Schwiegereltern (der Familie ihres Schwiegersohns). Kurzum, der Schaden war angerichtet. Diese Banden sind gerissen und nutzen die Naivität der Schweizer aus, die solche Tricks nicht gewohnt sind, um unbemerkt zu stehlen, was ihnen am meisten zusagt (ob sie ihre Opfer schon länger observiert hatten, lässt sich nicht sagen).

Juli 2009 in einem fahrenden SBB-Zug

In einem Zug nahe des Bahnhofs Solothurn kehrte eine Wandergruppe von einer schönen Tour zurück. Zwei Männer betraten den für die Gruppe reservierten Waggon. Der erste ließ ungeschickt seine Geldbörse fallen, sodass die Münzen im ganzen Waggon verstreut blieben. Alle Umstehenden sahen zu und halfen ihm, die vielen Münzen aufzusammeln, doch natürlich schöpfte niemand Verdacht. Derweil nutzte der andere Mann die Verwirrung und das allgemeine Durcheinander, um einen gewöhnlichen Rucksack zu stehlen. Darin befanden sich Fotoausrüstung im Wert von über 5.000 Schweizer Franken, eine Geldbörse, Schlüssel und weitere Gegenstände. Diesmal war es fast unmöglich, dass es sich um einen Zufall handelte; der Rucksack war keine Lowepro-Tasche (speziell für teure Kameras, oft Spiegelreflexkameras, konzipiert), sondern ein Rucksack mit Picknickausrüstung und der Fotoausrüstung. Das Opfer musste beobachtet und verfolgt worden sein, und die Diebstahlstrategie musste sorgfältig auf die Situation abgestimmt sein.

Die Lehre daraus ist, dass die Schweiz leider nicht mehr vor Kriminellen sicher ist. Zwar ist das schon länger so, doch diese raffinierten und verabscheuungswürdigen Verbrechen zwingen uns dazu, besonders auf unsere Wertgegenstände zu achten. Man sollte sich davor hüten, paranoid zu werden, denn das lohnt sich nicht… es ist besser, ein paar Mal ausgeraubt zu werden, als ständig paranoid zu sein. Materielle Besitztümer sind nichts im Vergleich zu Frieden und einem erfüllten Leben, aber seien wir einfach wachsam und aufmerksam, ohne uns dabei krank zu machen.

Falls Sie Zeugenaussagen haben, sind diese willkommen... teilen Sie sie unten mit... lasst uns einander warnen und gemeinsam gegen dieses organisierte Verbrechen vorgehen.


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SC2
SC2
15 Jahre zuvor

C’est pas demain la veille que les gens vont commencer à s’entraider. Alors espérer que les gens s’interposent la c’est de la science-fiction…

étudiant
étudiant
15 Jahre zuvor

pendant que j étais 3 min au toilettes,je me suis faite voler ma grande valise sous les yeux de plusieurs personnes dans le train. le voleur était vite descendu avec dans la prochaine gare, toujours sous les yeux des témoins mais personne n’a bougé.. voilà une perte estimée à 700,- dont les 2 tiers sont des livres d’études et ne lui serviront à rien…

Roger Claudy
Roger Claudy
15 Jahre zuvor

Donnerstag, 7. Mai, 19:05 Uhr
Ich verließ den Bahnhof Cointrain und fuhr mit dem Zug nach Biel/Bienne. Meine Jacke hängte ich an den Haken am Fenster. Hinter mir telefonierte ein Mann lautstark und starrte dabei aus dem Fenster. Er stieg am Bahnhof Genf aus, und ich bemerkte, dass mein Portemonnaie fehlte. Ich hatte es gerade erst herausgenommen, um meine Fahrkarte vorzubereiten.
Morale de l’histoire: pas de veston accroché vers les fenêtres (le passage de la main est facile depuis le compartiment voisin ! )..et surtout ne pas se laisser distraire par ce qui est inhabituel et se méfier constamment !!! (ce qui n’est malheureusement pas mon cas)

Administrator
Administrator
16 years ago

Oui il faut en parler… il faut partager sur les lieux à risque, et les manière de procéder… non pour en faire une psychose mais pour neutraliser le phénomène et pour compliquer leurs méfaits… car s’ils les voleurs n’arrivent plus à détourner notre attention et profiter de notre naïveté leur tâche sera plus complexe et plus risquée.

Laurence Ba
Laurence Ba
16 years ago

Ce fléau s’étend hélas au centre ville de Genève … Ai été victime jeudi soir du vol de mon sac à main et de l’intégralité de son contenu à la terrasse d’un restaurant spécialiste en viande de la rue neuve du Molard.
Nous étions 5 à tables avec d’autres tables occupées autour de nous et personne n’a rien vu ! Il m’a été dit qu’il y avait un gang de professionnels et professionnelles qui opérait en toute impunité dans le quartier et que je n’étais que la énième victime ! Les restaurateurs connaissant le problème devrait avoir la franchise de prévenir et de mettre en garde leurs clients.
En effet, c’est uniquement en se mettant en garde les uns les autres que nous arriverons par la vigilence à lutter contre ces personnes mal intentionnées.
C’est triste que Genève devienne une ville ou la sécurité est ainsi bafouée.