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Der Euro bricht gegenüber dem Schweizer Franken ein: ein historisches Niveau bei 0,9210 Franken

Der Euro ist gegenüber dem Schweizer Franken auf ein Allzeittief gefallen. Am Dienstag fiel die europäische Währung auf 0,9210 Franken, den niedrigsten jemals verzeichneten Stand. Dieser Rückgang spiegelt den Ansturm der Anleger auf den Schweizer Franken wider, der in Zeiten globaler Unsicherheit als sicherer Hafen gilt.

Am Nachmittag erholte sich der Euro leicht und notierte laut den von 20 Minuten übermittelten Zahlen bei rund 0,9230 Franken.

Warum der Schweizer Franken steigt

Der erneute Anstieg des Frankens ist auf das Klima wirtschaftlicher und geopolitischer Instabilität zurückzuführen. In unsicheren Märkten bevorzugen Anleger sichere Währungen – und der Schweizer Franken bleibt weltweit ein Maßstab für Stabilität.

Angesichts internationaler Spannungen, Rezessionsrisiken und einer zögerlichen Geldpolitik bestätigt die Schweizer Währung ihren Status als sicherer Hafen.

Ein starker Franken: Zwischen Stolz und Sorge

Während die Aufwertung des Frankens die Schweizer Sparer beruhigt, belastet sie die Exporteure. Ein starker Franken verteuert Schweizer Produkte im Ausland und mindert die Wettbewerbsfähigkeit wichtiger Sektoren wie:

  • Uhrmacherei,
  • Feinmechanik,
  • Pharmazie und fortschrittliche Technologien.

Andererseits hat die Situation für die Schweizer Haushalte auch eine positive Seite: Importe sind billiger, was dazu beiträgt, die Inflation etwas einzudämmen.

Eine spaltende Kraft

Für die Schweiz ist die Stärke des Frankens ein zweischneidiges Schwert: Sie schützt die Kaufkraft, behindert aber den Export und setzt ausländische Unternehmen unter Druck.

Mit 0,9210 Franken pro Euro erreichte die Schweizer Währung einen historischen Rekordwert und erinnert uns daran, dass der Schweizer Franken in einer instabilen Welt weiterhin eine solide – wenn auch anspruchsvolle – Zuflucht darstellt.

🟫 Unsere Analyse: Ein starker Franken spiegelt eine Welt unter Spannung wider

Der Schweizer Franken hat seinen Status als globale Fluchtwährung erneut bestätigt. Solange die Märkte von geopolitischer Volatilität, wirtschaftlicher Unsicherheit und Misstrauen gegenüber dem Euro geprägt bleiben, wird die Schweizer Währung weiterhin gefragt sein.

Doch diese Solidität könnte für exportierende Unternehmen, insbesondere in der Uhren-, Pharma- oder Feinmechanikbranche, zur Belastung werden.

Mittelfristig könnte die Schweizerische Nationalbank (SNB) gezwungen sein, ihre Geldpolitik anzupassen, um ein zu starkes Ungleichgewicht zwischen Binnenwachstum und hohen Wechselkursen zu vermeiden.

🔎 Aktueller Wechselkurs: 1 EUR = 0,923 CHF (aktualisiert am 21. Oktober 2025)

📈 Der Kontext in Zahlen

  • Aktueller Wechselkurs: 1 EUR = 0,923 CHF
  • Allzeittief: 0,9210 CHF (21. Oktober 2025)
  • Vorheriger Rekord: 0,9250 CHF (März 2022)
  • SNB-Leitzins: 1,50%
  • Inflation in der Schweiz: 1,3% (September 2025)
  • Inflation in der Eurozone: 2,71 TP3T (September 2025)

💬 Der starke Schweizer Franken steigert die lokale Kaufkraft, bremst aber die Exporte. Investoren setzen jedoch weiterhin auf die Stabilität der Schweiz.


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