Erstmals seit 1993: Silber steigt über 50 Dollar pro Unze
Das weiße Metall glänzt wieder. Erstmals seit 1993 hat der Silberpreis die symbolische Marke von 50 Dollar pro Unze überschritten und laut Bloomberg-Daten ein Rekordhoch von 50,4142 Dollar erreicht. Dieser historische Anstieg folgt auf das Rekordhoch von Gold, das am Mittwoch ebenfalls mehr als 4.000 Dollar pro Unze erreichte.
Ein Nachholeffekt und ein Klima der Unsicherheit
John Plassard, Leiter der Anlagestrategie bei der Cité Gestion Private Bank, spricht von einem „Aufholeffekt“ bei Silber nach dem Anstieg des gelben Metalls.
Laut Fawad Razaqzada, einem Analysten bei City Index, profitiert Silber von denselben Treibern wie Gold: makroökonomische Unsicherheiten, ein schwacher Dollar und ein wachsender Appetit auf Sachwerte.
Seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus und seinen wiederholten Angriffen auf die US-Notenbank Federal Reserve schwindet das Vertrauen in den Dollar. Zusammen mit der fiskalischen Lähmung in Washington treibt dieses Misstrauen die Anleger in sichere Häfen – Gold, Silber und sogar Bitcoin, das ebenfalls gerade einen historischen Höchststand erreicht hat.
Ein Industriemetall im Zentrum der technologischen Revolution
Über seine Rolle als sicherer Hafen hinaus profitiert Silber von der Rekordnachfrage der Industrie.
„Silber ist für die Herstellung von Halbleiterchips für künstliche Intelligenz und globale Rechenzentren unverzichtbar“, sagte Kathleen Brooks, Forschungsleiterin bei XTB.
Dieser massive Verbrauch, gepaart mit einem strukturellen Versorgungsdefizit, schürt laut John Plassard die Angst vor einer mittelfristigen Silberknappheit.
Solide Grundlagen
Der unabhängige Analyst Ross Norman sagte in einem Interview mit Reuters, der aktuelle Anstieg beruhe auf soliden Fundamentaldaten und nicht auf Spekulationsrausch.
Silber, das während der europäischen Schuldenkrise im Jahr 2011 bereits nahe an dieser symbolischen Schwelle lag, gewinnt heute seine Rolle als strategischer und industrieller sicherer Hafen zurück, was sowohl auf die geopolitischen Spannungen – im Nahen Osten und in der Ukraine – als auch auf die explosionsartige Nachfrage im Zusammenhang mit KI zurückzuführen ist.
Ein neuer nachhaltiger Kreislauf?
Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten, des technologischen Wandels und der Angst, eine Chance zu verpassen („FOMO“), scheint das weiße Metall noch lange glänzen zu können.
Gold behält seine Aura, doch Silber sticht jetzt als metallisches Spiegelbild einer sich verändernden Welt hervor, in der Zuflucht und Innovation Hand in Hand gehen.
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