Das Tessin sagt Ja zu niedrigeren Krankenkassenprämien
Die Tessiner wollen ihr Gesundheitsbudget entlasten. Am Sonntag haben sie zwei Volksinitiativen angenommen, die die Belastung der Krankenversicherungsprämien.
Ein doppelter Sieg für die Versicherungsnehmer
Die Initiative der Sozialistischen Partei wurde von 57.081 Stimmberechtigten angenommen. Sie fordert, dass die Prämien dank einer Erhöhung des kantonalen Beitrags zur Prämienverbilligung 101 % des verfügbaren Haushaltseinkommens nicht übersteigen. Die Initiative der Lega dei Ticinesi erhielt mit 60.511 Ja-Stimmen sogar noch mehr Unterstützung. Sie schlägt vor, den maximalen Steuerabzug für Krankenkassenprämien zu erhöhen: von 5.500 auf 9.000 Franken für Alleinstehende, von 10.900 auf 18.000 Franken für Verheiratete; auch für Rentner ist eine Erhöhung geplant.
Behörden widersetzen sich den Initiativen
Der Tessiner Grosse Rat und die Kantonsregierung empfahlen, diese beiden Vorschläge mit der Begründung abzulehnen, sie würden die öffentlichen Finanzen gefährden. Die Wähler entschieden sich jedoch dafür, der Prämiensenkung Priorität einzuräumen, und das in einem Kanton, in dem die Gesundheitskosten die Haushalte stark belasten.

Nachhaltige Teilnahme
Die Wahlbeteiligung von 51.641.000 Personen zeugt von dem grossen Interesse an dieser Abstimmung. Mit diesem doppelten Ja sendet das Tessin ein klares Zeichen: Die Senkung der Krankenkassenprämien ist für seine Bevölkerung eine politische und gesellschaftliche Priorität.
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