eine Person in weißen langen Ärmeln untersucht den Rücken des Patienten mit einem Stethoskop
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Krankenkassenprämien: In der Schweiz wird 2026 ein neuer Anstieg erwartet

Die Krankenkassenbeiträge werden voraussichtlich im Jahr 2026 weiter steigen. Nach Schätzungen von bonus.ch läge der durchschnittliche Anstieg zwischen 4 und 51 TP3Billionen. Sollte dieser Anstieg geringer ausfallen als in den Jahren 2023 (+6,61 TP3Billionen), 2024 (+7,81 TP3Billionen) und 2025 (+61 TP3Billionen), würde er die Haushaltsbudgets erneut stark belasten. In bestimmten Regionen und bei bestimmten Fonds könnte der Anstieg sogar 101 TP3Billionen übersteigen.

Gesundheitskosten steigen stark

Der Hauptgrund für diesen Anstieg ist die Explosion der Gesundheitsausgaben, die im ersten Halbjahr 2025 um 4,71 TP3B anstiegen, was fast einer Milliarde Franken zusätzlich in einem Jahr entspricht.

  • Arztpraxen: 4,7 Milliarden Franken
  • Krankenhausbehandlungen: zweitteuerster Posten
  • Psychologie: +15,6%
  • Häusliche Pflege: +11,41 TP3T

Einige Regionen verzeichnen besonders starke Anstiege. Die Kantone der Zentralschweiz, wie Nidwalden (+151 TP3T), Zug (+111 TP3T) und Aargau (+71 TP3T), gehören zu den am stärksten betroffenen Kantonen. In der Westschweiz bleibt der Anstieg moderater: Freiburg (+61 TP3T), Wallis und Genf (+41 TP3T), Neuenburg (+31 TP3T), Jura und Waadt (+21 TP3T).

Krankenkassen trotz hoher Rückstellungen unter Druck

Im Jahr 2024 erwirtschafteten die Versicherer einen Gewinn von 400 Millionen Franken, was ihre gesamten Reserven auf 7,8 Milliarden Franken erhöhte. Mehrere Versicherungsunternehmen haben jedoch Schwierigkeiten, die steigenden Kosten zu decken. Grosse Akteure wie CSS, ÖKK und Vivao Sympany verzeichneten in den letzten Jahren einen Rückgang ihrer Reserven.

Angesichts dieser Situation suchen die Versicherungsnehmer weiterhin nach besseren Konditionen: 17% der Versicherungsnehmer wechselten im Jahr 2025 die Kasse, eine ähnliche Rate wie im Jahr 2024.

Offizielle Ankündigung erwartet

Die endgültigen Zahlen werden in Kürze vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlicht. Schweizer Haushalte sollten sich daher auf einen weiteren Anstieg einstellen, der den Aufwärtstrend der letzten Jahre bestätigt.


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