Krankenkassenprämien: In der Schweiz wird 2026 ein neuer Anstieg erwartet
Gesundheitskosten steigen stark
Der Hauptgrund für diesen Anstieg ist die Explosion der Gesundheitsausgaben, die im ersten Halbjahr 2025 um 4,71 TP3B anstiegen, was fast einer Milliarde Franken zusätzlich in einem Jahr entspricht.
- Arztpraxen: 4,7 Milliarden Franken
- Krankenhausbehandlungen: zweitteuerster Posten
- Psychologie: +15,6%
- Häusliche Pflege: +11,41 TP3T
Einige Regionen verzeichnen besonders starke Anstiege. Die Kantone der Zentralschweiz, wie Nidwalden (+151 TP3T), Zug (+111 TP3T) und Aargau (+71 TP3T), gehören zu den am stärksten betroffenen Kantonen. In der Westschweiz bleibt der Anstieg moderater: Freiburg (+61 TP3T), Wallis und Genf (+41 TP3T), Neuenburg (+31 TP3T), Jura und Waadt (+21 TP3T).
Krankenkassen trotz hoher Rückstellungen unter Druck
Im Jahr 2024 erwirtschafteten die Versicherer einen Gewinn von 400 Millionen Franken, was ihre gesamten Reserven auf 7,8 Milliarden Franken erhöhte. Mehrere Versicherungsunternehmen haben jedoch Schwierigkeiten, die steigenden Kosten zu decken. Grosse Akteure wie CSS, ÖKK und Vivao Sympany verzeichneten in den letzten Jahren einen Rückgang ihrer Reserven.
Angesichts dieser Situation suchen die Versicherungsnehmer weiterhin nach besseren Konditionen: 17% der Versicherungsnehmer wechselten im Jahr 2025 die Kasse, eine ähnliche Rate wie im Jahr 2024.
Offizielle Ankündigung erwartet
Die endgültigen Zahlen werden in Kürze vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlicht. Schweizer Haushalte sollten sich daher auf einen weiteren Anstieg einstellen, der den Aufwärtstrend der letzten Jahre bestätigt.
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