Sackgeld in der Schweiz: Ab welchem Alter, wie viel und wofür?
Der Umgang mit Geld gehört zur Erziehung. Indem Eltern ihren Kindern Taschengeld geben, ermöglichen sie ihnen, wichtige Fähigkeiten zu entwickeln: Budgetplanung, Sparen, Entscheidungen treffen und Verantwortung für ihre Entscheidungen übernehmen. Doch oft stellt sich die Frage: Ab welchem Alter sollten Kinder Taschengeld bekommen und wie viel?
In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die Familienmedizin in der Schweiz, die Ergebnisse aktueller Studien und konkrete Empfehlungen für die richtige Balance.
Warum sollte man Taschengeld geben?
In der Schweiz entscheiden sich die meisten Eltern dafür, ihren Kindern Taschengeld zu geben, sobald diese Interesse an Geld zeigen, in der Regel mit dem Schuleintritt (etwa im Alter von 6 Jahren).
Die Vorteile sind zahlreich:
- Kinder lernen, dass Geld nicht unbegrenzt ist.
- Sie üben sich im Planen von Ausgaben und im Sparen von Geld.
- Sie verstehen den Wert von Besitztümern und den Preis von Wünschen.
- Auch sie machen Fehler, was zum Lernprozess dazugehört.
Verbände wie Pro Juventute oder Budget-conseil Suisse empfehlen ebenfalls, regelmäßig einen festen Betrag zu geben, ohne diesen direkt an schulische Leistungen oder das Verhalten zu knüpfen.
Wie viel sollte ich je nach Alter geben?
Die Höhe der Summe hängt in erster Linie vom Alter und dem Familienbudget ab. Hier ist eine Referenztabelle basierend auf Empfehlungen des Schweizer Budgetrats:
| Alter des Kindes | Empfohlenes Taschengeld | Sparziel |
| 6 Jahre | ca. CHF 12.– / Monat | CHF 3.– / Monat |
| 7 Jahre | ca. CHF 16.– / Monat | CHF 4.– / Monat |
| 8 Jahre | ca. CHF 20.– / Monat | CHF 5.– / Monat |
| 9 Jahre | ca. CHF 30.– / Monat | ein beiseitegelegter Teil |
| 10–11 Jahre alt | ca. CHF 35.– bis 40.– / Monat | ein beiseitegelegter Teil |
| 12–14 Jahre alt | ca. CHF 50.– bis 70.– / Monat | ein beiseitegelegter Teil |
| 15–18 Jahre alt | ca. CHF 80.– bis 110.– / Monat | ein beiseitegelegter Teil |
Die Idee ist nicht, «so viel wie möglich» zu geben, sondern den Kindern zu ermöglichen, mit einer ihrem Alter und ihren Bedürfnissen angemessenen Menge umzugehen.
Praktische Ratschläge für Eltern
- Seien Sie konsequent: Legen Sie einen Zahlungstag fest und halten Sie sich daran.
- Das Taschengeld sollte nicht an Bedingungen geknüpft sein: Es sollte keine Belohnung für gute Noten oder gutes Benehmen sein.
- Setzen Sie klare Regeln: Legen Sie mit Ihren Kindern fest, was sie mit ihrem Geld kaufen dürfen (Süßigkeiten, Spiele, Ausflüge, Handy usw.).
- Führen Sie ab 12 Jahren ein «Jugendgehalt» ein: Es umfasst Taschengeld, deckt aber auch bestimmte Ausgaben wie Kleidung oder Freizeitaktivitäten ab.
- Bringen Sie ihnen das Sparen bei: Ein fester Betrag kann in ein Sparschwein oder auf ein Sparkonto kommen.
- Keine systematischen Fortschritte: Sie hindern das Kind daran, Geduld und Selbstbeherrschung zu lernen.
- Fördern Sie die Autonomie: Lassen Sie sie experimentieren, auch wenn sie Fehlkäufe tätigen.
Taschengeld, ein Schlüssel zur finanziellen Unabhängigkeit
Taschengeld ist nicht nur ein wöchentlicher oder monatlicher Geldbetrag, sondern ein wirkungsvolles Erziehungsinstrument. Es bereitet Kinder und Jugendliche darauf vor, ihre zukünftigen Finanzen zu verwalten, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen und ihre Unabhängigkeit zu entwickeln.
In der Schweiz betrachten die meisten Familien Taschengeld als einen wichtigen Schritt in der finanziellen Bildung. Wichtig ist, den Betrag anzupassen, einfache Regeln aufzustellen und stets unterstützend zu sein: Denn Fehler gehören zum Lernen dazu.
Und Sie, ab welchem Alter haben Sie Ihren Kindern Taschengeld gegeben, und welchen Betrag halten Sie für angemessen?
Dieser Artikel soll Sie als Eltern keinesfalls unter Druck setzen, Ihren Kindern einen bestimmten Geldbetrag zu geben. Je nach Ihren finanziellen Möglichkeiten und Ihren Bildungsentscheidungen ist alles gerechtfertigt. Am wichtigsten ist es, Kinder in einem klaren Rahmen zu erziehen, und Werte können auf vielfältige Weise vermittelt werden – mit dem gleichen positiven Ergebnis.
Ich selbst habe als Kind nie Taschengeld bekommen, meine Frau aber schon! Unseren Kindern haben wir ab der 7. Klasse (Harmos) 15 Rubel pro Monat Taschengeld gegeben, und zwar bis zur 11. Klasse. In der Oberstufe steigt das Taschengeld dann auf 100 Rubel pro Monat, wobei sie sich davon aber einiges selbst kaufen können (alles, was zusätzlich ist: Markenkleidung oder -schuhe, Freizeitaktivitäten, Lebensmittel, die wir nicht zu Hause haben usw.). .

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