Toyota bereitet seine Festkörperbatterien für 2027 vor: Eine Revolution bei Elektroautos angekündigt
Toyota beschleunigt sein Engagement auf dem Markt für Elektrofahrzeuge mit einer potenziell bahnbrechenden Ankündigung. Der japanische Automobilhersteller, bekannt für seinen vorsichtigen Ansatz beim Übergang zur Elektromobilität, hat bestätigt, aktiv an Festkörperbatterien zu arbeiten – einer Technologie, die beispiellose Reichweite und ultraschnelles Laden verspricht. Ziel ist die Serienproduktion in den Jahren 2027/28 in Partnerschaft mit dem Energieunternehmen Idemitsu Kosan.
Eine neue Generation von Batterien
Festkörperbatterien ersetzen den flüssigen Elektrolyten herkömmlicher Lithium-Ionen-Batterien durch ein festes Material. Diese Umstellung eröffnet mehrere wesentliche Vorteile:
Erweiterte Reichweite: Toyota strebt für die erste Generation über 1.000 km und für die nächste bis zu 1.200 km an. Schnellladung: Ziel ist es, die Ladekapazität von 10 % auf 80 % in maximal 10 Minuten zu erhöhen. Erhöhte Sicherheit: Reduziertes Risiko von Überhitzung und Brand. Verbesserte Langlebigkeit: Mehr Lade-/Entladezyklen vor signifikantem Kapazitätsverlust.
Laut Reuters plant Idemitsu bis Juni 2027 den Bau einer Lithiumsulfid-Anlage, einem Schlüsselmaterial für den Festelektrolyten, mit einer Produktionskapazität, die zunächst für die Ausstattung von 50.000 bis 60.000 Fahrzeugen pro Jahr ausreicht.
Zu bewältigende technische Herausforderungen
So verlockend das Versprechen auch sein mag, die Ingenieure müssen noch einige Probleme lösen:
Elektroden-Elektrolyt-Grenzfläche: Gewährleistung hoher Leitfähigkeit und guter Haftung, um Leistungsverluste im Laufe der Zeit zu verhindern. Mechanische Empfindlichkeit: Einige Festelektrolyte sind spröde und vibrationsanfällig, was ihre Integration in Fahrzeuge erschwert. Dendritenbildung: Diese metallischen Ablagerungen können interne Kurzschlüsse verursachen, insbesondere bei Lithiummetallanoden. Herstellungskosten: Die industrielle Produktion ist nach wie vor komplex und teurer als bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien.
Eine vorsichtige, aber ambitionierte Strategie
Toyota geht methodisch vor. Anders als andere Hersteller, die mit spektakulären Ankündigungen aufwarten, setzt der Konzern lieber auf realistische Ziele und bereitet sich auf einen schrittweisen Produktionsanstieg vor. Selbst nach 2030 könnte die Produktion noch begrenzt bleiben, während die Technologie weiterentwickelt und die Kosten gesenkt werden.
Was dies für den Autofahrer ändern könnte
Wenn die Ziele erreicht werden, könnte sich das Fahrerlebnis grundlegend verändern:
Keine Reichweitenangst mehr dank über 1.000 km pro Ladung. Ladezeiten vergleichbar mit dem Tanken von Benzin. Leichtere Fahrzeuge dank höherer Energiedichte.
Bis 2028 könnte dieser Fortschritt einen bedeutenden Teil des Marktes in Richtung Elektrofahrzeuge verlagern, wobei Toyota eine führende technologische Position einnehmen wird.
Hauptquelle: Reuters – Japans Idemitsu baut Lithiumsulfid-Anlage zur Unterstützung von Toyotas Elektroauto-Plänen
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