Überraschungsbesuch von Präsident Hollande in Kabul

Gestern Morgen traf Präsident François Hollande zu einem Überraschungsbesuch in Kabul ein, wo er sich mit französischen Soldaten treffen wird. Er habe beschlossen, den Abzug der französischen Kampftruppen aus Afghanistan zu beschleunigen, erklärte er.
Eine erneut bestätigte Entflechtung
Zu Beginn seines Wahlkampfes kündigte er diesen Rückzug an, eine Entscheidung, die er letzte Woche beim G8-Gipfel in Camp David gegenüber US-Präsident Barack Obama bestätigte. Auch beim NATO-Gipfel in Chicago bekräftigte er diese Position und fügte hinzu, dass sein Standpunkt in dieser Frage «nicht verhandelbar» sei.
Laut seinem Gefolge wollte Herr Hollande, der auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist, den französischen Soldaten persönlich erklären, warum er beschlossen hatte, ihren Abzug um ein Jahr vorzuziehen – ein Jahr vor dem vom ehemaligen Präsidenten Sarkozy geplanten Termin.
Mission erfüllt
Derzeit sind 3.500 französische Soldaten in Afghanistan stationiert, hauptsächlich in Kapisa (der letzten von Frankreich kontrollierten Provinz des Landes), in einem instabilen Gebiet in der Nähe von Kabul. Dieser Sektor, der einen strategischen Zugangspunkt zur Stadt darstellt, gilt als sehr gefährlich, da es dort zu Kämpfen zwischen Schleusern und den Taliban kommt. Mitte Mai wurde Kapisa in die dritte von fünf Phasen des NATO-Plans zur Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Streitkräfte aufgenommen. Afghanische Beamte gaben an, dass diese Phase drei bis sechs Monate dauern könnte. Die ISAF (die NATO-geführte Friedenstruppe in Afghanistan) schätzte die Dauer dieses Übergangs jedoch auf zwölf bis achtzehn Monate.
Beim Gipfeltreffen in Chicago betonte Präsident Hollande: «Wir haben mehr als unsere Pflicht getan, und ich erinnere an die französischen Verluste: 83 Gefallene und viele Verwundete. Ich möchte auch ihren Mut und ihr Opfer würdigen… Wir betrachten unsere Mission im Hinblick auf Kampfhandlungen und militärische Aktionen als beendet», fügte er entschieden hinzu.
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