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François Hollande: Französische Zinsen erreichen den niedrigsten Stand in der Geschichte

Unter der Präsidentschaft von François Hollande ist die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen auf ein historisches Tief gefallen. Seit dem Amtsantritt des neuen französischen Präsidenten sind die langfristigen Zinssätze kontinuierlich gesunken.

 

Die Rekorde häufen sich

Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen, die sich umgekehrt proportional zur Nachfrage verhält, fiel von 2,5311 Tpd am Vortag auf 2,4711 Tpd. Nur wenige Minuten zuvor war sie auf 1,4141 Tpd gefallen und hatte damit ihren bisherigen Schlussrekord von 2,4671 Tpd vom 31. August 2010 unterboten. Auch die Renditen zwei- und fünfjähriger Anleihen erreichten historische Tiefstände von 0,3991 Tpd bzw. 1,2591 Tpd.

Der Renditeabstand zwischen der französischen Benchmark-Anleihe und der deutschen Anleihe hat sich auf 104 Basispunkte bzw. 1,04 Punkte verringert, verglichen mit 146 Basispunkten um den 15. Mai; dies bedeutet, dass das in Frankreich im Vergleich zu Deutschland vorherrschende Vertrauensdefizit tendenziell abnimmt.

Unter diesen Umständen konnte die Beibehaltung des Triple-A-Ratings, das Frankreich diese Woche von der Ratingagentur Moody verliehen wurde, das Vertrauen der Franzosen in die Staatsverschuldung nur stärken.

 

Rückgang der Kreditzinsen

Einen Tag nach der Wahl von François Hollande sanken die kurzfristigen Kreditzinsen (bei zwei der drei vom Finanzministerium angebotenen Kreditlinien). Die Nachfrage war damals sogar zwei- bis dreimal höher als das Angebot der französischen Finanzagentur (AFT).

Dank der Auktion französischer Staatsanleihen beruhigen sich die Spannungen an den europäischen Aktienmärkten tendenziell, obwohl der Markt weiterhin besorgt über Gerüchte über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone ist.

 


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